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Nistkästen aufhängen: wann, wo, wie?

DER RICHTIGE ZEITPUNKT:
Nistkästen für Vögel sollte man frühzeitig aufhängen, damit sie bei der Revierschau, die bei Meisen schon im Februar beginnt, entdeckt werden können. Wird der Nistkasten bereits im Herbst angebracht, kann er zusätzlich von einigen Arten (Meisen, Sperlinge) als Übernachtungsplatz genutzt werden. Auch nach Beginn der Brutzeit können noch Kästen im April bis Anfang Mai aufgehängt werden. Sie bieten dann spät zurückkehrenden Zugvögeln wie dem Gartenrotschwanz oder dem Trauerschnäpper eine Chance, einen leeren Nistkasten vorzufinden.

EINZELKÄMPFER ODER GRUPPENDYNAMIK?
Viele Vogelarten erkämpfen sich ein eigenes Revier, das sie gegen Artgenossen verteidigen. Eine Kohlmeise beispielsweise braucht um ihren Nistplatz etwa 50 m Umfeld zur Futtersuche. Andere Vogelarten, die aufgrund ihres Nahrungsspektrums keine Konkurrenz für sie darstellen, duldet sie im Revier. Hängt man also in einem Revier mehrere Nistkästen auf, sollten diese auf unterschiedliche Arten zugeschnitten sein. Vogelarten wie Haus- und Feldsperling, Star oder Mauersegler brüten hingegen gerne gesellig in Kolonien. Damit sich die einzelnen Familien aber nicht zu sehr ins Gehege kommen, sollte ein Mindestabstand von 50 cm auch bei Koloniebrütern eingehalten werden. 

MORGENSONNE ERWÜNSCHT:
Die ideale Himmelsrichtung für Nistkästen ist Ost bis Südost. So erwärmt sich der Kasten am Morgen, wenn es noch kühl ist. Tagsüber, wenn es heiß wird, hängt er im Schatten. Natürliche Spechthöhlen entstehen jedoch oft auf der Wetterseite eines Baumes. Wichtiger als die Himmelsrichtung ist also, auf die örtlichen Gegebenheiten zu reagieren und dafür zu sorgen, dass der Kasten vor Regen und Überhitzung geschützt ist.

HOCH HINAUS:
Nur wenige Höhlenbrüter wie Mauersegler oder Stare sind wirklich darauf angewiesen, hoch oben zu brüten. Die anderen Vogelarten kommen gut mit geringeren Höhen zurecht. Grundsätzlich sollen die Nistkästen außerhalb der Reichweite von Menschen hängen, also mindestens in zweieinhalb Meter Höhe. Die Kästen sind dann nur mit einer Leiter erreichbar und somit vor Störungen durch neugierige Zweibeiner sicher.

BAUM ODER HAUS?
Für Mauersegler und Haussperling, die auf Gebäude als Brutplatz fixiert sind, müssen Nistkästen nicht an Bäumen, sondern an Gebäuden hängen. Auch der Hausrotschwanz verrät seinen Lieblingsort schon im Namen, und am Haus ist seine Halbhöhle zudem sicherer als an einem Baum. Dasselbe gilt für die Bachstelze. Starenkästen hängen gleich gut an Häusern und Bäumen. Für die anderen Arten eignen sich Kästen an Bäumen, vor allem an heimischen, die mehr Nahrung bieten als Exoten und so die Futtersuche der Vogeleltern verkürzen. 

Auch auf Balkonen kann man Nistkästen anbieten – Trubel und allzu viel Betriebsamkeit sollte man in der Brutzeit aber vermeiden. Am besten hängt man den Kasten so, dass kein Sichtkontakt zwischen Vögeln und Menschen entsteht, z.B. durch eine begrünte Trennwand oder indem man das Nistkastenloch vom Balkongeschehen weg dreht.

MIT HAMMER UND NAGEL:
Ein Nistkasten sollte so an einem Baum befestigt werden, dass er sturmsicher hängt, aber zum Reinigen leicht abgenommen werden kann. Ideal sind die sogenannten „C-Klötzchen“ (38). Hier wird die Halterung für den Kasten mittels Nagel am Baum befestigt, der Kasten kann dann in der Halterung sturmsicher eingehängt werden. Wichtig: Nur Aluminiumnägel (handelsübliche Längen: 85 oder 120 mm) für die Befestigung an Bäumen verwenden, denn Kupfer (kann auch in Eisennägeln enthalten sein) ist giftig für Bäume! Außerdem richten Aluminiumnägel keinen Schaden an, wenn der Baum einmal gefällt werden muss und das Holz im Sägewerk verarbeitet wird. 

Will man Nistkästen am Haus anbringen, muss man sich in der Wahl der Schrauben und Dübel nach der jeweiligen Fassadenkonstruktion richten.

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  • Super

    Das sind wirklich hilfreiche Tipps. Danke! Ich hänge seit vielen Jahren Eure Nistkästen im Garten auf ...